Fragen und Antworten
Haben Sie Fragen zur Vasektomie? Gerne informieren wir Sie ausführlich beim persönlichen Aufklärungsgespräch in unserer Praxis. Einige häufige Fragen und Antworten haben wir Ihnen hier zusammengestellt.
Der geschützte Sexualverkehr kann einige Tage nach der Vasektomie wieder durchgeführt werden.
Sollten Symptome auftreten, die länger als 3 Tage anhalten (zunehmende Schmerzen, eine starke Schwellung oder ein deutlicher Bluterguss, ein sogenanntes Hämatom) ist eine nochmalige Beurteilung erforderlich.
Nein. Die Vasektomie hat keinen Einfluss auf das Lustempfinden, die Erektion oder den Orgasmus. Die Hormonproduktion (v. a. Testosteron) bleibt unverändert, ebenso die Menge und das Aussehen des Ejakulats – es enthält lediglich keine Samenzellen mehr.
Die Vasektomie blockiert lediglich den Spermienabgang. Die Bildung und der Transport der männlichen Hormone sowie die Sexualität werden durch den Eingriff nicht beeinflusst. Die «Männlichkeit» wird nicht beeinträchtigt. Es treten weder eine Änderung der Stimme noch ein schütterer Haarwuchs auf.
Die Vasektomie hat keinen Einfluss auf die Erektionsfähigkeit. Potenzstörungen nach dem Eingriff sind extrem selten und meist psychischer Natur oder durch andere Faktoren bedingt.
Die Spermien werden in den Hoden auch nach der Vasektomie weiterhin produziert. Nach ihrem erreichten Lebensalter sterben sie ab, der Abtransport erfolgt über das Lymphsystem wie bei anderen abgestorbenen Körperzellen.
Ja – unbedingt! Nach der Vasektomie befinden sich noch Samenzellen in den Samenleitern. Nach 8 bis 12 Wochen sind im Idealfall keine oder nur noch wenige unbewegliche Spermien im Ejakulat nachweisbar. Frühestens nach 3 Monaten erfolgt deshalb eine erste mikroskopische Untersuchung des Spermas (Spermiogramm). Erst wenn zwei Kontrolluntersuchungen bestätigen, dass keine Samenzellen mehr im Ejakulat vorhanden sind, kann auf zusätzliche Verhütung verzichtet werden.
Gemäss amerikanischer Studien gibt es aktuell keine eindeutigen Hinwiese für signifikante Risiken. Männer, die vasektomiert wurden, erkranken nicht häufiger an Krebs, Herzleiden oder anderen Gesundheitsproblemen.
Ausser einer totalen sexuellen Abstinenz (kein Geschlechtsverkehr) gibt es keine 100-Prozent-sichere Geburtenkontrolle. Theoretisch ist es möglich, dass zwischen den zwei blockierten Enden des Samenleiters Spermien ihren Weg finden können. Eine Rekanalisation ist während den ersten zwei Monaten nach der Vasektomie möglich. Trotzdem ist die Rate der spontanen Rekanalisation extrem selten. Die Methode wird seit mehr als 100 Jahren durchgeführt und gilt als wahrscheinlich sicherste Methode überhaupt. Falls nach drei Monaten mikroskopisch unbewegliche (tote) oder bewegliche Spermien nachweisbar sind, ist eine nochmalige Untersuchung des Spermas in 1 bis 2 Monaten notwendig. In der Literatur ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft 1/2000 im Vergleich mit anderen Verfahren der Geburtenkontrolle.
Die Vasektomie sollte als permanente Methode der Geburtenkontrolle geplant werden. Die sogenannte Vaso-Vasostomie ist möglich. Sie sollte mit Hilfe eines Operationsmikroskopes erfolgen und ist deshalb aufwendig und teuer. Falls Sie in einer festen Beziehung leben, sollte Sie eine geplante Vasektomie ausgedehnt diskutieren.
Infektionen und starke Blutungen sind selten. Das sogenannte Spermagranulom, eine harte, gelegentlich schmerzhafte Knötchenbildung, gibt einen Hinweis auf ein Spermienleck im Bereich des durchtrennten Samenleiters. Diese Veränderung ist harmlos. Therapeutisch sind eine Hochlagerung der Hoden und die Einnahme von Schmerzmitteln angebracht.
Eine mit einem lokalen Druckgefühl des Hodens, des Nebenhodens und des Samenstrangs einhergehende, störende Symptomatik, verursacht durch Sperma in den ableitenden Samenwegen, kann 2–12 Wochen spürbar sein. Wie beim Spermagranulom ist ein spontanes Abklingen zu erwarten.
In 1–2 % der Fälle kommt es zu chronischen Hodenschmerzen mit negativem Einfluss auf die Lebensqualität (sogenanntes «post-vasectomy pain syndrome»). Sehr selten benötigt dieser Zustand eine zusätzliche operative Behandlung.
Die Spermien werden in den Hoden auch nach der Vasektomie weiterhin produziert. Nach ihrem erreichten Lebensalter sterben sie ab, der Abtransport erfolgt über das Lymphsystem wie bei anderen abgestorbenen Körperzellen.